Hunde (Hinweis für Hundehalter)

Allgemeine Pflichten
1. Die Haltung eines Hundes ist meldepflichtig.
2. Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.
3. Hunde sind an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen

  • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  • in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
  • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
  • in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.
4. Im öffentlichen Bereich abgesetzter Hundekot ist – wie jede andere unvermeidbare Verschmutzung auch – immer unverzüglich zu beseitigen.

Anzeige- und Erlaubnispflicht
Das Halten von gefährlichen Hunden, Hunden bestimmter Rassen und von großen Hunden ist von der Halterin oder vom Halter bei der Gemeinde Ascheberg, Ordnungsverwaltung, Dieningstraße 7, Zimmer E.09 anzuzeigen.
Gleichzeitig haben die Halterin oder der Halter eines gefährlichen Hundes sowie eines Hundes bestimmter Rassen einen Erlaubnisantrag zum Halten eines solchen Hundes zu stellen. Das Anmeldeformular für einen Hund finden Sie unten auf dieser Seite.

Fälschungssichere Kennzeichnung der Hunde mit einem Mikrochip
Gefährliche Hunde, Hunde bestimmter Rassen und große Hunde müssen nachweisbar mit einem fälschungssicheren Mikrochip gekennzeichnet sein. Die Chipnummer ist der örtlichen Ordnungsbehörde mitzuteilen.
Chipnummern implantiert Ihre Tierärztin bzw. Ihr Tierarzt.

Versicherungspflicht
Für gefährliche Hunde, Hunde bestimmter Rassen und für große Hunde hat die Halterin oder der Halter eine Haftpflichtversicherung mit nachstehenden Deckungssummen abzuschließen und aufrechtzuerhalten:
  •     500.000 Euro für Personenschäden und
  •     250.000 Euro für sonstige Schäden.
Nachweis der erforderlichen Sachkunde
Halterinnen und Halter von gefährlichen Hunden, Hunden bestimmter Rassen und von großen Hunden müssen den Nachweis der erforderlichen Sachkunde durch eine Sachkundebescheinigung erbringen.
Für das Halten von gefährlichen Hunden ist die erforderliche Sachkunde ausnahmslos gegenüber einem amtlichen Tierarzt nachzuweisen.
Ausnahmeregelungen bestehen für das Halten von Hunden bestimmter Rassen und das Halten von großen Hunden. Hier kann die Sachkunde auch gegenüber anerkannten Sachverständigen oder anerkannten sachverständigen Stellen nachgewiesen werden, bei großen Hunden darüber hinaus auch bei durch die Tierärztekammern benannten Tierärztinnen oder Tierärzten.

Zusatz: Gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen

Nachweis der Zuverlässigkeit
Halterinnen und Halter von gefährlichen Hunden und von Hunden bestimmter Rassen müssen zum Nachweis ihrer Zuverlässigkeit ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes beantragen.

Antragsstelle: Bürgeramt der Gemeinde Ascheberg

Für Halterinnen und Halter von großen Hunden kann die Beantragung eines Führungszeugnisses durch die örtliche Ordnungsbehörde angeordnet werden, wenn Anhaltspunkte vorliegen, die Zweifel an der Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters begründen. Sofern eine solche Anordnung nicht erfolgt, ist die Vorlage eines Führungszeugnisses für Halterinnen und Halter von großen Hunden entbehrlich.

Verhaltensgerechte und ausbruchssichere Unterbringung der Hunde
Die Halterin oder der Halter eines gefährlichen Hundes oder eines Hundes bestimmter Rassen muss sicherstellen, dass die der Ausbildung, dem Abrichten oder dem Halten dienenden Räumlichkeiten, Einrichtungen oder Freianlagen eine ausbruchssichere und verhaltensgerechte Unterbringung ermöglichen.
Das Erfüllen dieser Voraussetzungen hat die Ordnungsbehörde durch eine Inaugenscheinnahme der Örtlichkeiten zu überprüfen. Die Halterin oder der Halter sind verpflichtet, diese Überprüfung zu dulden.

Führen durch andere Aufsichtspersonen

Andere Aufsichtspersonen sind diejenigen Personen, die nicht die Haltererlaubnis für den jeweiligen Hund besitzen (z.B. Ehepartner oder erwachsene Kinder der Halterin bzw. des Halters, oder aber Nachbarn etc.)
Außerhalb befriedeten Besitztums dürfen gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen von anderen Aufsichtspersonen nur geführt werden, wenn
• diese sachkundig und zuverlässig sind,
• diese das 18. Lebensjahr vollendet haben, und
• diese in der Lage sind, die Hunde sicher zu halten und zu führen.


Rechtsgrundlagen allgemein

Landeshundegesetz
In Nordrhein-Westfalen regelt das Landeshundegesetz NRW seit dem 1. Januar 2003 das Halten und den Umgang mit Hunden in der jeweils gültigen Fassung. Gemeinsame Verpflichtung für alle Hundehalterinnen und Hundehalter nach § 1 LHundG NRW ist, Hunde so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.

Das Landeshundegesetz NRW enthält Regelungen für 
•  Gefährliche Hunde nach § 3 LHundG NRW,
•  Hunde bestimmter Rassen nach § 10 LHundG NRW,
•  Große Hunde nach § 11 LHundG NRW und
•  Sonstige Hunde.

Gefährliche Hunde sind Hunde der Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden. Weiterhin Hunde, deren Gefährlichkeit im Einzelfall nach bestimmten Vorkommnissen durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt festgestellt wurde.
 
Hunde bestimmter Rassen sind Hunde der Rassen Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden.

Große Hunde sind Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen.

Sonstige Hunde sind sämtliche Hunde, die nicht unter die o. g. Kategorien fallen, und zwar unabhängig von deren Rasse, Kreuzung, Größe oder Gewicht.

Die Bestimmungen des Landeshundegesetzes gelten mit Ausnahme der Anzeigepflicht nicht für Diensthunde von Behörden, Hunde des Rettungsdienstes oder des Katastrophenschutzes und Blindenführhunde im Einsatz.
Das Landeshundegesetz sieht eine Reihe von Ordnungswidrigkeitentatbeständen vor, die mit Geldbußen bis zu 100.000,00 Euro geahndet werden können.

Landeshundegesetz NRW

Ihr Weg zur Antragstellung


Gebühren

Die Anmeldung kostet einmalig 25 € nach der Tarifstelle 18a.1.10 der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung (AVerwGebO NRW) zuletzt geändert durch Verordnung vom 10. Februar 2015 (GV. NRW. S. 216).


Unterlagen

Erforderliche Unterlagen bei der Haltung eines großen Hundes (§11LHundG NRW):
  • Kopie eines Versicherungsscheins über eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung für den Hund (Mindestdecksumme in Höhe von 500.000 € für Personenschäden und in Höhe von 250.000€ für sonstige Schäden).
  • Nachweis der erforderlichen Sachkunde. Der Nachweis der Sachkunde kann durch die Sachkundebescheinigung einer oder eines anerkannten Sachverständigen, einer anerkannten Stelle oder von durch die Tierärztekammer benannten Tierärztinnen und Tierärzten erteilt werden.
  • Besitzer eines Jagdscheines. Als Nachweis kann auch eine Kopie des Jagdscheines den Unterlagen beigefügt werden. In diesemFall wird eine Sachkundebescheinigung nicht benötigt.
  • Tierärztliche Bescheinigung über die Identitätskennzeichnung des Hundes durch einen Mikrochip.

Erforderliche Unterlagen bei bei der Haltung eines gefährlichen Hundes (§3 LHundG NRW) bzw. eines Hundes einer bestimmten Rasse (§10 LHundG NRW):
  • Führungszeugnis (Beleg Art O).
  • Kopie des Versicherungsscheins über eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung für den Hund: (die Rasse des Hundes, mussaus dem Vertrag erkennbar sein, Mindestdecksumme in Höhe von 500.000 € für Personenschäden und in Höhe von 250.000 € für sonstige Schäden).
  • Tierärztliche Bescheinigung über die Identitätskennzeichnung des Hundes durch einen Mikrochip.
  • Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Räumlichkeiten, Einrichtungen und Freianlagen dem Hund zur Verfügung stehen, um eine Verhaltensgerechte und ausbruchsichere Unterbringung zu ermöglichen (z.B. Grundskizzen, Lageplan, Fotos).
  • Nachweis der erforderlichen Sachkunde. Der Nachweis ist durch eine Sachkundebescheinigung eines amtlichen Tierarztes (Veterinäramt) zu erbringen.

Downloads (Formulare / Informationen)

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Zuständige Organisationseinheit

Ordnungsverwaltung

Dieningstraße 7
59387 Ascheberg

E-Mail: kehrenberg@ascheberg.de

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